Mallorca zu teuer? Einfach auswandern!

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Die Balearen erleben einen Bevölkerungsverlust: Aktuelle Zahlen belegen, dass etwa 48.085 auf den Inseln gemeldete Personen im Ausland leben. Hauptursachen sind hohe Mieten, steigende Preise und Wohnraummangel.

Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob die zunehmende Spaltung der Inselgesellschaft noch aufzuhalten ist oder ob Verdrängung bereits zur Normalität geworden ist. Die Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2010 lebten lediglich 15.878 gemeldete Einwohner der Balearen im Ausland, was bedeutet, dass sich diese Zahl mehr als verdreifacht hat.

Besonders bemerkenswert ist, dass 11.174 der Ausgewanderten auf den Inseln geboren wurden. Dies deutet darauf hin, dass nicht nur Zugezogene die Inseln verlassen, sondern auch Einheimische ihr Glück anderswo suchen. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig, wobei wirtschaftliche Faktoren eine entscheidende Rolle spielen.

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Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, die Mieten steigen kontinuierlich und die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich zum spanischen Festland oft höher. Für viele Familien ist die Situation unhaltbar: Arbeit ist vorhanden, aber bezahlbarer Wohnraum fehlt; Einkommen ist vorhanden, aber die monatlichen Ausgaben lassen kaum finanziellen Spielraum.

Es ist wichtig zu betonen, dass es sich bei dieser Migration nicht um eine reine Armutsflucht handelt. Viele Betroffene sind gut ausgebildet, sprechen mehrere Sprachen und haben klare Vorstellungen von Lebensqualität. Sie verlassen Mallorca nicht, weil sie die Insel nicht lieben, sondern weil sie bessere Perspektiven suchen: sichere Wohnungen, Planbarkeit für die Zukunft ihrer Kinder und bezahlbare Altersvorsorge. Eine offene Diskussion über die langfristigen Auswirkungen von saisonaler Kurzzeitvermietung und dem boomenden Immobilienmarkt auf Dörfer und Stadtviertel ist unerlässlich.

Quelle: Agenturen